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Texter-Briefing für Blog-Content: Das muss drin sein (Vorlage)

Wenn du Texter:innen für deinen Blog beauftragst, kannst du selbst einiges dazu beitragen, dass am Ende der Artikel herauskommt, den du dir vorgestellt hast – oder ein noch besserer!

Ein aussagekräftiges Texter-Briefing ist die Voraussetzung, damit dein Blog dich wirklich deinen Zielen näher bringt und nicht nur „noch ein Text“ ist.

Durch ein schriftliches Briefing beugst du Missverständnissen vor und vermeidest unnötige Arbeit durch zusätzliche Änderungsschleifen.

Ein gutes Texter-Briefing ist pragmatisch: Es enthält alle wichtigen Informationen – aber nicht mehr. Du kannst es in weniger als 15 Minuten ausfüllen, wenn du bereits weißt, was du willst.

Wenn du keine eigene Vorlage für ein Briefing hast, verwende das folgende Muster. Hier kannst du dir mein pragmatisches Briefing-Dokument als PDF herunterladen.

Pragmatische Vorlage für ein Texter-Briefing-Vorlage

Briefing zu Beginn der Zusammenarbeit

Diese Informationen lieferst du nur einmal zu Beginn, da sie sich auf dein Unternehmen insgesamt beziehen und über längere Zeit gleich bleiben:

A. Unternehmen

Beschreibe dein Unternehmen: Wer ihr seid, was ihr tut, was eure Motivation ist, wer eure Kunden sind, welche Produkte und Dienstleistungen ihr euren Kunden anbietet, was euch von Wettbewerbern unterscheidet.

Zahlen und Fakten sind wichtig, jedoch auch die „Persönlichkeit“ deines Unternehmens.

B. Zielgruppen und Personas

An wen richtet sich dein Blog?

Beschreibe die Zielgruppen möglichst konkret. Grobe Definitionen reichen nicht aus, wie zum Beispiel:

  • IT-Leiter in mittelständischen Unternehmen
  • Paare mit Kind, zwischen 30 und 50 Jahren

Deine Texter:innen müssen verstehen, was deine potenziellen Kund:innen denken und fühlen: welche Probleme und Ziele sie haben, was sie frustriert, was sie glücklich macht – und wie deine Produkte ihnen bei all diesem helfen können.

Bereite diese Informationen am besten in Form von Personas auf. Dort sind vor allem die sogenannten Pains, Gains und Jobs to be done relevant. (Mehr Information zu Personas im Marketing)

C. Sprache und Tonalität (Brand Voice)

Welchen Ton, welche Anrede oder Ausdrucksweise bevorzugt deine Zielgruppe? Welche Begriffe und Fachausdrücke möchtest du in welcher Form verwenden, oder nicht verwenden?

Solche Vorgaben solltest du deinen Texter:innen in einem sogenannten „Brand Voice Styleguide“ machen.

Die Brand Voice (Markenstimme) beschreibt, wie eine Marke mit ihrem Publikum kommuniziert – die Marke kannst du als Person sein oder das Unternehmen, das du vertrittst.

Du kannst sie durch bestimmte Adjektive beschreiben – locker oder förmlich, direkt oder zurückhaltend, verrückt oder rational, und so weiter. Sie kann Formulierungen, Begriffe, Regeln zur Satzstruktur oder Formatierung beinhalten, die verwendet oder nicht verwendet werden sollen; außerdem visuelle Komponenten wie Formen, Farben und Bildmotive.

Deine Markenstimme muss konsistent sein, damit die Kund:innen deine Marke als vertrauenswürdig und authentisch wahrnehmen.

Du möchtest nicht, dass deine Online-Texte und Blog-Artikel jedes Mal anders klingen, je nachdem, welche Mitarbeitenden oder freier Texte:innen sie geschrieben haben.

Gute Texter:innen können deine „Stimme“ übernehmen. Wenn du deine Vorgaben dazu dokumentierst, machst du es ihnen leichter. Und du vermeidest, dass ihr zu Beginn viele Korrekturschleifen braucht und viele Kleinigkeiten anpassen müsst.

Hier findest du eine Anleitung, wie du deinen Brand Voice Styleguide erstellst.

Briefing für einen einzelnen Blog-Artikel

Folgende Informationen musst du für jeden einzelnen Blog-Text liefern:

1. Arbeitstitel

Ein vorläufiger Titel für deinen geplanten Artikel; er gibt die Richtung vor und macht unsere Kommunikation einfacher.

2. Circa Umfang des Artikels

Gib grob das Minimum/Maximum an Wörtern vor: nicht unbedingt als feste Grenzen, sondern damit ich eine Vorstellung bekomme, wie umfangreich der Artikel werden soll.

3. SEO-Keywords

Soll der Blog-Artikel auf ein bestimmtes SEO-Keyword optimiert werden? Nenne das Haupt-Keyword und eventuelle sekundäre Keywords.

4. Persona

An welche deiner Personas (oder Zielgruppen) soll sich der Artikel richten?

5. Lead Stage (Customer-Journey-Phase)

Für welche Phase im Sales-Funnel ist der Artikel hauptsächlich vorgesehen?

  • TOFU: Top of the Funnel; frühe Phase
  • MOFU: Middle of the Funnel; mittlere Phase
  • BOFU: Bottom of the Funnel; späte Phase

Alternativ kannst du eine Phase aus dem Customer-Journey-Modell angeben:

  • Aufmerksamkeit: Der Leser stöbert im Netz oder informiert sich allgemein über ein Thema.
  • Recherche: Der Leser sucht spezielle Informationen zu einem Thema und eventuell schon nach passenden Produkten oder Dienstleistungen.
  • Entscheidung/Kauf: Der Leser sucht Informationen, um eine Produktauswahl und die endgültige Kaufentscheidung zu treffen.
  • Nach dem Kauf: Der Leser sucht nach Tipps, wie er das Produkt noch besser nutzen kann oder was er bei Problemen tun kann.

6. Inhaltsangabe, Hauptpunkte

Worum soll sich der Artikel drehen? Was sind die Hauptpunkte? Beschreibe den Inhalt in Stichworten.

7. Zielsetzung

Welches Ziel verfolgst du mit dem Artikel? Welches Ziel sollen die Leser:innen durch den Blog-Artikel erreichen?

Kannst du nicht beide Fragen eindeutig beantworten, überarbeite das Konzept für den Artikel.

8. Call-to-action

Was sollen die Leser:innen konkret unternehmen, nachdem sie den Artikel gelesen haben?

Nenne Links, die in den Text eingebaut werden sollen, oder welche interaktiven Elemente wie Buttons oder Anmeldeformulare du später in den Text einbauen wirst.

9. Recherchequellen

Verlinke Inhalte deiner oder anderer Websites oder Dokumente, in denen die Texter:innen recherchieren sollen.

10. Sonstige Informationen und Vorgaben

Gibt es noch etwas, was dir wichtig ist? Irgendwelche zusätzliche Vorgaben?

Hier hast du die Möglichkeit, alles loszuwerden. Bedenke: Was nicht im Briefing enthalten ist, kannst du später nicht reklamieren.

11. Gewünschtes Lieferdatum

Wann benötigst du den Entwurf und die finale Fassung des Textes? Bitte beachte, dass ein Liefertermin erst dann verbindlich ist, wenn deine Texter:innen ihn ausdrücklich bestätigt haben.

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