Content-Optimierung: regelmäßiger Boost für deine Blog-Artikel

Dein Blog ist keine Zeitung: Artikel werden einmal veröffentlicht und am nächsten Tag sind sie vergessen.

Doch genauso behandeln viele Unternehmen ihren Blog: Sie produzieren fröhlich neue Artikel, während der alte im Blog ungelesen vor sich hin gammelt.

Blog-Artikel regelmäßig zu aktualisieren und zu optimieren kommt in ihren Marketing-Plänen gar nicht vor. Entweder, weil sie es nicht besser wissen; oder ihre Ziele sind so auf die Produktion von neuem Content fixiert, dass sie keine Zeit dafür haben.

Ist das bei dir vielleicht auch so und du möchtest das ändern? Dann ist dieser Artikel genau richtig für dich. Du erfährst, in welchen Fällen und wie oft du deinen Content optimieren solltest, und wie du dabei vorgehst.

Am Ende bekommst du ein paar Praxistipps, wie du die Content-Optimierung in deinen Alltag integrierst.

(Falls dir das doch zu aufwendig ist: Ich übernehme die Analyse und Optimierung gerne für dich. Schreib mir eine Nachricht.)

Wann lohnt es sich, Content zu optimieren?

Du steckst eine Menge Aufwand in die Produktion eines Blog-Artikels: Stunden; inklusive der Konzeption, Recherche, aller Vor- und Nacharbeiten wahrscheinlich Tage. 

Wenn der Artikel nur vier Wochen lang gelesen wird und dann sozusagen im Archiv verschwindet, hat sich der Aufwand nicht besonders gelohnt, oder? Trotzdem sehe ich bei vielen Unternehmen, dass es genauso läuft.

Mit jedem Artikel startest du praktisch wieder von null an. Das lässt sich in etwa so darstellen:

Das Thema deines Artikels an sich bleibt jedoch in der Regel aktuell. Die Fragen und Probleme, die Kundinnen und Kunden haben, bleiben meist jahrelang dieselben.

Warum solltest du also immer wieder neuen Content zu denselben Themen produzieren, wenn du doch bereits tolle Artikel dazu hast? Das wäre rausgeworfene Zeit und Geld. 

Außerdem ist ein Blog-Artikel nie perfekt, wenn du ihn veröffentlichst.

Du lernst bei jedem Thema dazu, hast weitere Ideen und merkst durch das Feedback der Lesenden, was gut ankommt und was nicht. Dadurch kannst du deinen Blog-Artikel immer weiter optimieren.

Durch jede Optimierung steigt der Wert, was wir so darstellen könnten:

Ohne diesen Prozess schöpfst du das Potenzial deines Blogs nicht aus. Statt nach und nach einen „perfekten“ Artikel zu erschaffen, produzierst du weiterhin mittelmäßigen Content.

Wenn wir uns jetzt die verschiedenen Gründe und Möglichkeiten der Optimierung anschauen, wirst du noch besser verstehen, was es dir bringt.

Checkliste Content-Optimierung

Zum Überblick: Folgende Aspekte solltest du bei älteren Blog-Artikeln prüfen:

  • Sind alle Fakten und Informationen aktuell?
  • Entsprechen die Aussagen dem letzten Stand der Erkenntnisse?
  • Passen der Stil, die Wortwahl, die Aussagen und Argumente noch zu unserer aktuellen Positionierung und zu unseren Angeboten?
  • Enthält der Artikel eine Call-to-action, passend zur Customer-Persona und Customer-Journey-Phase? Funktioniert sie?
  • Können wir das Thema umfassender behandeln und bisher unerwähnte Aspekte einbauen?
  • Können wir das Thema einfacher und anschaulicher erklären?
  • Können wir den Inhalt durch Infografiken oder andere visuelle Elemente anreichern?
  • Wie können wir einen Blog-Artikel erschaffen, der besser ist als alle anderen?

1. Grund: Die Inhalte sind veraltet

Beginnen wir mit dem einfachsten Bereich der Content-Optimierung: Veraltete Zahlen, Fakten und Aussagen lassen deinen Blog-Artikel unglaubwürdig erscheinen – und damit dich und dein Unternehmen.

Aktualisiere deshalb regelmäßig diese Punkte in deinem Blog, insbesondere:

Zahlen aus Statistiken und Studien, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Aussagen, die auf (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) aktuellen Entwicklungen von Märkten, Gesellschaften, Technologien, etc. beruhen.

Dasselbe gilt für Adressen, Kontaktdaten, Links, Produkte und Preise.

Wie oft du diese aktualisieren musst, hängt vom Themenbereich ab:

In der Psychologie stammen viele Erkenntnisse aus jahrzehntealten Studien und gelten heute immer noch. Schreibst du über Computer, kann dein Artikel schon in einem halben Jahr veraltet sein, wenn eine neue Chip-Generation auf den Markt kommt.

2. Grund: Der Inhalt passt nicht mehr zum Unternehmen

Unternehmen verändern sich; wenn ihr schon eine Weile bloggt und Artikel mehrere Jahre alt sind, spiegeln diese eure damalige Situation wider. Vielleicht repräsentieren sie euch nicht mehr und es wäre dir sogar peinlich, wenn potenzielle Kundinnen und Kunden sie lesen.

Folgende Entwicklungen können unter anderem eine Content-Optimierung nötig machen:

  • Neue Positionierung
  • Relaunch der Marke
  • Veränderte Produktpalette
  • neue Marketing- und Vertriebsstrategie, veränderte Zielgruppen
  • veränderte Werte und Kommunikationsrichtlinien

Zwei konkrete Beispiele:

Erstes Beispiel: Lange Zeit hattet ihr ein bestimmtes Angebot. Eure Botschaften und Call-to-actions in den Blog-Artikel hattet ihr so gestaltet, dass sie in die Customer-Journey für dieses Angebot passten. 

Jetzt habt ihr dieses Angebot vom Markt genommen, folglich würde die ganze Wirkung der Blog-Artikel verpuffen. Schlimmer noch: Ihr bekämt vielleicht dauernd Anfragen und müsstet allen absagen. Also müsst ihr alle Erwähnungen dieses Angebots anpassen.

Zweites Beispiel: Ihr wart lange ein typisch mittelständischer, konservativer Betrieb, dominiert von männlichen Schlipsträgern. In den letzten Jahren habt ihr viele neue, junge Kolleginnen und Kolleginnen dazubekommen und habt eine lockerere Unternehmenskultur entwickelt. Das wollt ihr nun über die Tonalität eures Contents vermitteln und daher eure Blog-Artikel überarbeiten.

3. Grund: Die Content-Qualität ist schlecht

Deine ersten Gehversuche in Sachen Blogging und Content-Marketing waren wahrscheinlich eher unbeholfen, verglichen mit deinem heutigen Stand. Mittlerweile hast du dazugelernt, deine Artikel sind viel interessanter, besser aufgebaut, leichter zu lesen und schöner anzusehen. 

Die Qualität der alten Blog-Artikel mag dagegen ziemlich schlecht aussehen. Wenn sich die alten Blog-Artikel jedoch um Themen drehen, für die sich deine Zielgruppen nach wie vor interessieren, musst du sie nicht löschen.

Optimiere sie sprachlich und inhaltlich, damit sie euren heutigen Ansprüchen genügen.

Hier bekommst du 19 Tipps, wie du bessere B2B-Texte schreiben kannst.

4. Grund: Der Blog-Artikel trägt nicht zu euren Zielen bei

Jetzt wird es schon fortgeschritten: Es kann sein, dass mit einem Artikel oberflächlich betrachtet alles stimmt: Er ist aktuell, interessant und spannend geschrieben.

Doch ihr erreicht damit nicht die Ziele, die ihr euch dafür gesetzt habt: etwa die Lesenden zu einer bestimmten Aktion zu motivieren: ein Whitepaper herunterzuladen, sich für den Newsletter anzumelden oder ein Kontaktformular auszufüllen.

Oder ihr seht in den Web Analytics, dass viele Besuchende schnell wieder abspringen und den Artikel gar nicht lesen.

Das kann an vielem liegen: am Inhalt selbst, an der Call-to-action, an der falschen Zielgruppe, und es kann technische Gründe haben. Es würde zu weit führen, hier alle möglichen Ursachen und Optimierungsansätze zu beschreiben.

Was ich dir jedoch mitgeben will: Wenn euch ein scheinbar toller Artikel nichts Zählbares bringt, dann nimm es nicht einfach hin und denke „lass es uns schnell vergessen und was Neues produzieren“.

Forsche nach möglichen Ursachen und dann optimiere den Content.

Wichtig:

Optimiere immer nur eine Sache und dann warte ab, wie es sich entwickelt. Erst dann optimierst du eine weitere Sache. Nur so findest du heraus, woran es wirklich gelegen und was wirklich geholfen hat.

Ein mögliches, verfehltes Ziel habe ich bisher unterschlagen: nämlich, dass der Blog-Artikel in den Google-Suchergebnissen nicht oder nur auf den hinteren Plätzen auftaucht, und folglich kaum oder keine Besuche über Google bekommt („organischer Traffic“).

Bei Google auf den vorderen Plätzen („Rankings“) zu landen ist eines der wichtigsten Ziele, die du mit einem Blog-Artikel verfolgen kannst und solltest. SEO, die Optimierung deines Contents für Suchmaschinen, ist daher eine Kernaufgabe im Content-Marketing oder für Blogger.

Warum habe ich SEO bisher ausgelassen?

Freue dich: Diesem Top-Thema widme ich nun ein eigenes, langes Kapitel.

Optimiere für Menschen und Google

Auch, wenn ich SEO separat behandle: Alles hängt natürlich zusammen. Du optimierst nicht entweder für Google oder für deine Zielgruppen.

Ob die Informationen in deinem Content aktuell und korrekt sind, sind Rankingfaktoren für Google; mit veralteten Beiträgen wirst du dich nicht lange oben halten können. Genauso wird Google merken, wenn alle Besuchenden deiner Webseite gleich wieder abspringen und anderswo klicken, weil sie nicht finden, was sie suchen.

Und andersherum: Wenn du deinen Content richtig für Google optimierst (und nicht nur Keywords einfügst), wird dein Content automatisch auch für deine Zielgruppen bessern.

5. Grund: Die Google-Rankings stagnieren oder fallen

Es gibt im Wesentlichen drei Szenarien, in denen du deinen Content aus SEO-Gründen optimieren solltest:

  1. Der Blog-Artikel erreicht für das Haupt-Keyword innerhalb von 3-6 Monaten nach Veröffentlichung nicht die Google Seite 3.
  2. Die Rankings stagnieren über einen Zeitraum von mehr als 6-12 Monaten.
  3. Die Rankings haben sich schnell oder allmählich verschlechtert.

Schauen wir uns die drei Szenarien genauer an:

Szenario 1: Google verschmäht deinen Content komplett

Wenn du einen Blog-Artikel veröffentlichst und dabei SEO-Aspekte (halbwegs) berücksichtigst, werden sich die Rankings etwa so entwickeln:

Google lässt sich eine Menge Zeit, bis es neue Inhalte auf den vorderen Suchergebnisseiten platziert: in der Regel wenige Wochen (manchmal) bis mehrere Monate (meistens). Wie schnell es genau geht, hängt vom Keyword, von deiner Website und dem Wettbewerb ab.

Im Screenshot aus der Google Search Console, der die Entwicklung eines meiner Blog-Artikel zeigt, siehst du eine „Anlaufphase“ von rund zwei Monaten. Seitdem erhält der Artikel regelmäßig Klicks.

Wie gesagt: Das kann bei dir auch 4 oder 6 Monate dauern; vor allem, wenn deine Website noch recht neu ist oder bisher wenig guten Content enthält.

Wenn dein Artikel bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht gelegentlich auf den Google-Seiten 2 oder 3 auftaucht und dadurch gelegentliche Klicks bekommt, dann ist etwas faul – mit deinem Artikel natürlich, nicht mit Google.

Ergo: du musst optimieren.

Szenario 2: Dein Content stößt an die gläserne Decke

Läuft es relativ gut und Google findet an deinem Artikel gefallen, dann werden deine Rankings im Laufe der Zeit steigen. Gibt es starke Wettbewerber, wird dein Content jedoch irgendwann an eine „gläserne Decke“ stoßen:

Er wird sich auf einer Position einnisten und sich von dort kaum weiter bewegen. Besonders ärgerlich ist das, wenn dein Artikel oben auf der zweiten Seite oder im unteren Bereich der ersten Seite festhängt:

Der Sprung auf die erste Seite oder dort auf die oberen Positionen würde nämlich einen sprunghaften Anstieg an Klicks und Besuchenden auslösen. Das willst du ja, oder?

Deshalb empfehle ich in diesen Fällen eine Optimierung.

Szenario 3: Deine Rankings gehen den Bach runter

Nehmen wir an, du hast SEO-technisch ein paar Dinge richtig gemacht oder einfach Glück gehabt, und bist irgendwann mit deinem Blog-Artikel auf dem Google-Siegertreppchen gelandet. Die Top-Position hat dir über längere Zeit regelmäßig Klicks und kostenlosen Traffic gebracht.

Doch dein Artikel ist in die Tage gekommen, deine Wettbewerber haben währenddessen nicht geschlafen, und so wird dein Content langsam aber sicher in den Suchergebnissen nach unten durchgereicht. 

Das sieht dann etwa so aus, über einen Zeitraum von 6 Monaten:

Gar nicht toll.

Ein anderes Schreckensszenario: Google führt mal wieder eines seiner berüchtigten Algorithmus-Updates durch und statt auf Position 2 findest du dich schlagartig auf Position 8, auf Seite 2 oder schlimmer wieder.

Und das sieht so aus:

Von über 200 Klicks pro Tag auf unter 100 gefallen. Autsch. Alles schon mit meinen eigenen Projekten erlebt, wie du an den Screenshots sehen kannst.

Die größte Herausforderung nach solchen Rückschlägen ist: nicht aufzugeben und hinzuschmeißen, sondern sich an die Analyse und Optimierung zu machen – selbst wenn es zum wiederholten Mal passiert ist.

Im kommenden Teil des Artikels erkläre ich dir, wie du bei der inhaltlichen SEO-Optimierung deines Blog-Artikels vorgehst.

SEO-Optimierung deines Blog-Artikels

Wenn deine SEO-Rankings für ein Keyword stagnieren oder fallen, liegt das im Wesentlichen an einer Sache. Kurz gesagt: Die Menschen, die ein Keyword in Google eingeben, haben eine gewisse Suchabsicht oder Suchintention. Sie suchen nach etwas und dieses „etwas“ liefern momentan andere Websites besser als du.

Warum lässt sich das so sagen?

Wie du weißt, sammelt Google eine riesige Menge Daten und ist ziemlich gut darin, zu erkennen, was Menschen im Internet suchen. Googles Ziel ist es, den Nutzenden das bestmögliche Erlebnis zu bereiten, damit sie möglichst oft wiederkommen und Google möglichst viele Werbeanzeigen einblenden kann.

Wenn Google deinen Blog-Artikel also nicht ganz oben anzeigt, dann weil der Algorithmus „denkt“, das dein Artikel nicht die beste Wahl für die Nutzenden ist.

(Profi-SEOs werden mir an dieser Stellen heftig widersprechen: Ja, natürlich, das stimmt nicht immer, und es gibt andere Einflussfaktoren. Das würde hier aber zu weit führen.)

Eine Ausnahme ist, wenn sehr großer Wettbewerb um das Keyword herrscht und die Google-Positionen vor dir alle von sehr starken und bekannten Websites besetzt sind. Als Beispiel: Selbst wenn dein Artikel besser ist als der von Wikipedia, wird es dir schwerfallen, daran vorbeizuziehen. (Möglich ist es.) Sollte das der Fall sein, benötigst du professionelle SEO-Unterstützung.

Ansonsten musst du zwei Fragen beantworten, um deinen Content zu optimieren:

  • Was ist die Suchintention bei diesem Keyword?
  • Wie kann ich die Suchintention besser bedienen als alle anderen Websites?

Die Suchintention verstehen

Die Suchintention für ein Keyword zu verstehen ist die Grundlage für deine Content-Optimierung: Was genau wollen Nutzende auf deiner Website finden, wenn sie nach dem Keyword googeln?

Google Sie nach “Sportschuhe kaufen” oder “Sportschuhe Adidas günstig” kannst du die Suchintention einfach erraten. Wenn sie nach “Sportschuhe reinigen” suchen, wollen sie Reinigungstipps lesen; vielleicht wollen sie aber auch ein Reinigungsmittel kaufen. Beides könnte der Fall sein.

Suchen Menschen nach „Content-Optimierung“ (so wie du vielleicht), wollen sie eine Anleitung dafür; es könnte aber auch sein, dass sie nach einem Dienstleister dafür suchen; oder sie wollen ein Buch kaufen, das diesen Titel trägt. Du siehst, es ist längst nicht immer eindeutig.

Wie findest du die Suchintention für das Keyword deines Blog-Artikels heraus?

Gehen wir davon aus, dass Menschen bei deinem Keyword nach ausführlichen Informationen suchen. (Wenn Sie stattdessen einen Online-Shop suchen würden, hättest du mit deinem Blog-Artikel sowieso keine Chance.)

Schaue dir die ersten 5-7 Ergebnisse auf Google Seite 1 an. Wenn Google die Suchintention der Menschen so genau kennt, dann müssen dort wohl die Seiten stehen, die diese am besten befriedigen.

Die Suchintention geht viel weiter, als nur „Menschen suchen Informationen zu einem Thema“. Sie beinhaltet folgende Aspekte:

  • Welche Informationen zu einem Thema wollen sie genau?
  • Zu welchen Unterthemen und Details suchen sie Informationen?
  • Wie tief und ausführlich, oder wie einfach wollen sie Erklärungen haben?
  • In welcher Form bevorzugen sie die Informationen: Text, Bild, Video?
  • Von wem wollen sie die Informationen haben?
  • Was wollen sie als nächsten Schritt machen, nachdem sie den Artikel gelesen haben?

Analysiere die 5–7 Top-Suchtreffer auf diese Fragen hin und notiere dir alles, was dir auffällt. Das, was dort geboten wird, muss offensichtlich das sein, nachdem die Nutzenden suchen.

Bei diesem Schritt ist es hilfreich, wenn du weit, wie eine Keyword-Recherche funktioniert. In meiner Anleitung für die Keyword-Recherche lernst du mehr darüber.

Deinen Content auf die Suchintention optimieren

Als nächsten vergleichst du deine Erkenntnisse mit deinem eigenen Blog-Artikel und analysiert, was dir die anderen voraushaben:

  • Welche Informationen bieten sie oder welche Unterthemen und Details behandeln sie, die dein Artikel nicht hat?
  • Ist deren Artikel einfacher und übersichtlicher aufgebaut, und sind deren Erklärungen einfacher zu verstehen?
  • Haben Sie mehr Bilder und Videos, und welche?
  • Strahlt deren Website mehr Vertrauen und Autorität aus?
  • Bieten sie den Nutzenden mehr Möglichkeiten, um aktiv zu werden?

Optimiere nun deinen Artikel basierend auf deinen Analyseergebnissen.

Wichtig:

Kopiere nicht einfach das, was die anderen machen. Wenn du exakt das Gleiche bietest, wie alle anderen, hätte Google immer noch keinen Grund, dich an ihnen vorbei nach vorne zu lassen.

Überlege dir vielmehr: Wie kann ich die Suchintention besser befriedigen als alle anderen, und zwar deutlich

Zwei gute Möglichkeiten, das herauszufinden, sind:

  • Sprich mit Kolleginnen und Kollegen, die eure Zielgruppe gut kennen, zum Beispiel aus dem Vertrieb. Lass dir erklären, welche Fragen eure Kundschaft häufig stellt und welche Erwartungen sie hat.
  • Führe selbst Kundeninterviews durch und bekomme direkte Einblicke in deren Suchverhalten.

Es ist hilfreich, im Marketing gut ausgearbeitete Customer-Personas zu verwenden. Damit kannst du dich leichter in eure Kundinnen und Kunden hineinversetzen. Du kannst deinen Content sozusagen für sie persönlich optimieren.

Nun musst du deine Optimierungspläne „nur noch“ umsetzen und das Artikel-Update produzieren – leichter gesagt, als getan.

Nach dem Klick aufs Veröffentlichen-Knöpfchen solltest du eine Sache nicht vergessen: Reiche die URL in der Google Search Console ein, damit Google schnellstmöglich vorbeischaut und den frischen Blog-Artikel registriert.

Dazu musst du die URL in das Feld in der Kopfleiste der Search Console eingeben:

Nach ein paar Sekunden öffnet sich ein Fenster, in dem du die erneute „Indexierung beantragen“ kannst:

Erledigt? Jetzt kannst du nur abwarten…

Was die Optimierung bringt

Wie eingangs erwähnt: Veraltete, nicht mehr gültige Informationen in deinem Blog werfen ein schlechtes Bild auf dich und sorgen nicht für Vertrauen. Dasselbe gilt, wenn ältere Blog-Artikel nicht mehr zu euch passen. Und wenn Blog-Artikel keine Besucher oder keine neuen Kontakte bringen, dann kannst du sie gleich löschen.

Insofern ist die Frage nach dem Nutzen eines Artikel-Updates überflüssig: du kannst dir die Antwort selbst geben.

Aber bringt die Optimierung eines Blog-Artikels auch wirklich zählbare Ergebnisse, in Form von besseren Google-Rankings und mehr Besuchern?

Klare Antwort: ja.

Schau dir nochmals das bereits gezeigte Beispiel des Artikels an, der im Juli 2021 von einem Google-Update versenkt wurde:

Da es der meistbesuchte Artikel meiner Website war, habe ich natürlich ein paar Wochen nach dem Absturz mit der Optimierung begonnen.

Siehe da: Er ist langsam auf dem Weg der Besserung und hat schon wieder eine +50 %-Entwicklung hingelegt.

Es kann aber auch schneller gehen, wie du an den Statistiken zu diesem Post sehen kannst:

Der Artikel war circa zwei Jahre alt, wurde ebenfalls vom Algorithmus-Update im Juli getroffen und dümpelte seitdem vor sich hin.

Anfang Oktober veröffentlichte ich eine überarbeite Version und bereits zwei Tage später stiegen die Impressionen sprunghaft an; die Klicks ziehen nach.

Geheimtipp: Selbst, wenn ein Blog-Artikel schon perfekt ist und du nichts substanziell optimieren musst: eine kleine Auffrischung allein wirkt manchmal Wunder.

Wann und wie oft solltest du Content optimieren?

Die verschiedenen Gründe, wann und warum eine Content-Optimierung nötig wird, habe ich ja oben beschrieben. „Bei Bedarf“ ist zwar eine korrekte, aber noch nicht sehr hilfreiche Antwort.

Deshalb gebe ich dir ein paar Anregungen, wann und wie oft du ein Update deiner bestehenden Blog-Artikel in Betracht ziehen solltest:

  • Nachdem ihr in eurem Unternehmen größere Änderungen durchgeführt habt, zum Beispiel was eure Strategie oder eure Produktpalette betrifft.
  • Wenn es in euren Märkten wichtige Entwicklungen gibt, etwa technologische Neuerungen.
  • Wenn ihr mit der Qualität oder den Ergebnissen eures Blogs unzufrieden seid – dafür müsst ihr natürlich die Leistung eures Blogs messen (Analytics). Ihr könntet einen Content-Audit durchführen und gleich eine Reihe eurer Blog-Artikel auf einmal überarbeiten.
  • Wenn (SEO-optimierte Artikel) bei Google nicht oder schlecht gefunden werden, wenn die Rankings stagnieren oder fallen – dafür musst du natürlich die Rankings überwachen.

Selbst wenn nichts davon zutrifft, solltest du Blog-Artikel regelmäßig auf den neuesten Stand bringen. Meine Empfehlung: alle zwei Jahre und häufiger, wenn das Thema es erfordert.

In meiner Anleitung zur agilen Content-Produktion erkläre ich dir, wie du regelmäßige Optimierungen zum festen Bestandteil deiner Produktion machst, dadurch schneller wirst und bessere Ergebnisse erzielt.

Erstelle einen Plan zur Optimierung

Überleg dir am besten im Voraus, wann du einen Artikel das nächste Mal überprüfen und optimieren oder aktualisieren möchtest.

Wenn ihr keine Team-Software für die Planung und Zusammenarbeit nutzt, kannst du dir so einen einfachen Plan erstellen:

Mach dir eine Tabelle, in der du alle Blog-Artikel auflistet. Notiere dir zu jedem Artikel das Datum der Veröffentlichung oder des letzten Updates und trage das Datum des nächsten geplanten Updates ein.

So könnte die Tabelle (in Excel oder Google Tabellen) aussehen:

Mit einer Formel und einer bedingten Formatierung kannst du automatisch anzeigen lassen, welche Artikel fällig für ein Update sind.

Das funktioniert so, anhand meines Beispiels:

Das Datum für das „Geplante Update“ muss als Datum formatiert sein, nicht als Text. (Menü: Format > Zahlen > Datumsformat wählen)

Gib in die Zelle E2 „Tage bis zum Update“ folgende Formel ein:

=IF(D2>HEUTE(),DATEDIF(HEUTE(),D2,"D"),"Überfällig")

„D2“ ist die Zelle, in der das Datum des geplanten Updates steht. Das „D“ steht für die Angaben in Tagen (days); anstatt des Wortes „Überfällig“ kannst du jeden Hinweis deiner Wahl eingeben.

Kopiere die Formel in alle Zellen der Spalte E. Die Zeilennummer wird automatisch angepasst.

Markiere die Zellen der Spalte E und füge eine bedingte Formatierung hinzu. (Menü Format > Bedingte Formatierung). Erstelle eine Regel, dass eine Zelle mit dem Wort „Überfällig“ (oder deinem gewählten Hinweis) rot eingefärbt wird.

Hier siehst du, wie das geht:

Im Dialog rechts in der Sidebar wählst du folgendes aus: „Zelle enthält“; in das Feld darunter gibst du den exakten Hinweistext ein (in meinem Fall „Überfällig“). Darunter kannst du die Farbe der Zelle und der Schrift auswählen. Fertig.

Oder du verwendest einfach meine Muster-Tabelle.

(Wenn du auf den Link klickst, wird automatisch eine Kopie der Google Tabelle für dich erstellt. Diese kannst du in deinem eigenen Google Drive speichern oder als Excel-Tabelle herunterladen.)

Schaue einmal im Monat in diese Tabelle und du siehst sofort, wo du etwas unternehmen musst. Vergiss nicht, neue Blog-Artikel dort einzutragen und ein Update-Datum zu planen.

Dein Feedback

Liebe Leserin und lieber Leser,

in diesem Blog teile ich mein gesamtes Know-how mit dir, kostenlos und ohne dir am Ende einen teuren Kurs verkaufen zu wollen.

Du kannst dich ein klein wenig dafür revanchieren, indem du am Ende des Artikels einen Kommentar mit deinem Feedback hinterlässt. Das wäre suuuuper! 🙂

Betrachte Content-Optimierung als Standardaufgabe

Das Datum zu planen ist das eine. Du musst dir auch Zeit reservieren, um die Blog-Artikel zu optimieren und zu aktualisieren.

Das geht nicht auf die Schnelle. Für eine umfangreiche Optimierung benötigst du eventuell genauso lange oder länger als für einen neuen Artikel.

Betrachte diese Aufgabe daher als normalen Teil deiner Arbeit und blocke regelmäßig Zeit dafür: genauso, wie du es für die Produktion neuer Inhalte machst.

Ich empfehle, jeden Monat die gleiche Anzahl an Blog-Artikeln zu optimieren, wie du neue schreibst (sobald ihr 20 bis 30 Blog-Artikel habt).

Wenn du jeden Monat vier neue Artikel produziert, dann aktualisiere vier alte. Schaffst du das nicht, dann produziert lieber weniger. Sonst sitzt ihr irgendwann auf einem großen Berg veralteter Artikel, in die ihr eine Menge Aufwand investiert habt, die euch aber nichts mehr bringen.

So baust du über die Zeit einen Content-Schatz auf, der immer besser und wertvoller wird und immer bessere Ergebnisse bringt.

Ihr könnt euch als Meinungsführer zu euren Themen etablieren, steht in den Google-Suchergebnissen oben. Für eure Wettbewerber wird es immer schwieriger, mit euch mitzuhalten oder euren Content gar nachzumachen.

Die regelmäßige Content-Optimierung ist (leider) immer noch die unterschätzte Superkraft im Content-Marketing!

Wie kannst du noch mehr Potenzial aus deinem Content herauskitzeln? Lies meine Anleitung zum Content-Repurposing.

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