Deine Content-Marketing-Maschine läuft auf Hochtouren und du hast entschieden, dass du Unterstützung bei der Content-Produktion brauchst.

Jetzt suchst du einen Freelance-Texter oder Content Writer und du merkst: es ist nicht so einfach!

Wie findest du einen Texter, der nicht nur gut schreibt, sondern deine Anforderungen genau versteht, deine Sprache spricht, dir hilft, deine Ziele zu erreichen – und einfach gut zu dir passt?

Gerade im B2B sind die Themen und Zielgruppen anspruchsvoll. Da ist es keine gute Idee, Inhalte auf irgendwelchen Textbörsen einzukaufen oder den nächstbesten 2-Cent-pro-Wort-Texter zu beauftragen.

Ich arbeite seit 2006 als B2B-Texter, und habe selbst Texter beschäftigt: In diesem Artikel teile ich meine Erfahrung mit dir, wie du für dich den perfekten freien Texter finden und beauftragen kannst (mit Fokus auf B2B).

In 6 Schritten den passenden Texter finden

Wie würdest du den Freelance-Texter beschreiben, der perfekt zu dir passt?

Dafür musst du dir zuerst über einige Dinge klar werden, über dich selbst und über dein Unternehmen.

1. Definiere deine eigenen Ziele

Eine der ersten Fragen, die ich einem Interessenten stelle, ist: Welches Ziel verfolgst du im Content-Marketing? Was möchtest du durch die konkret Inhalte erreichen, die ich dir liefern soll?

Klar, es läuft am Ende immer darauf hinaus: bekannter werden, Image stärken, mehr Traffic, mehr Leads, mehr Umsatz.

Doch jedes Unternehmen setzt andere Schwerpunkte, das eine oder andere Ziel steht im Vordergrund.

Ein junges Unternehmen muss erst einmal sichtbar werden, ein etabliertes möchte sein Image als Marktführer ausbauen. Ein Drittes hat eventuell konkrete Lücken in der Customer Journey identifiziert, für die es spezifischen Content benötigt.

Lies meine Anleitung, wie du strategische und operative Ziele im Content-Marketing setzt.

Wenn ich die Ziele meiner Kunden kenne, verstehe ich besser, was sie wirklich von mir erwarten – es geht ja nicht darum, Seiten zu füllen. Ich passe meine Inhalte daran an und mache Vorschläge, was wir optimieren können, um das jeweilige Ziel zu erreichen.

Natürlich helfe ich dir gerne, dir Ziele zu setzen und sie zu formulieren. Je klarer wir beide sie kennen, desto erfolgreicher werden wir zusammenarbeiten.

Der Punkt ist: Wenn du selbst nicht genau weißt, was du erreichen willst, kannst du schlecht formulieren, was du von einem freien Texter erwartest.

2. Definiere deine Markenstimme („Brand Voice”)

Die Markenstimme beschreibt, wie eine Marke mit ihren Kunden kommuniziert – die Marke kannst du als Person sein oder das Unternehmen, das du vertrittst.

Du kannst sie durch bestimmte Adjektive beschreiben – locker oder förmlich, direkt oder zurückhaltend, verrückt oder rational, und so weiter. Sie kann Formulierungen, Begriffe, Regeln zur Satzstruktur oder Formatierung beinhalten, die verwendet oder nicht verwendet werden sollen; außerdem visuelle Komponenten wie Formen, Farben und Bildmotive.

Deine Markenstimme muss konsistent sein, damit die Kunden deine Marke als vertrauenswürdig und authentisch wahrnehmen.

Du möchtest nicht, dass deine Online-Texte und Blog-Artikel auf einmal ganz anders klingen, weil du jetzt nicht mehr selbst schreibst oder mit einem neuen Texter arbeitest.

Erstelle deshalb Richtlinien für deine Markenstimme, auch Brand Voice Guidelines genannt.

Suche dir einen Content Writer, der einen Stil hat, der grundsätzlich zu dir passt, und der deine Stimme „imitieren“ kann. Ein guter Texter kann das.

Bei neuen Kunden lerne ich durch viele Fragen und detailliertes Feedback in der Anfangszeit die Feinheiten von deren Markenstimme verstehen und passe meinen Schreibstil an.

3. Suche einen freien Texter mit Erfahrung und Expertise

Man kann darüber streiten, ob ein Content Writer Erfahrung in der Branche oder im Themengebiet des Auftraggebers haben muss.

Für den B2B-Sektor lautet meine Antwort eindeutig: ja, muss er.

Es stimmt: eine gewisse Distanz zum Thema, über das man schreibt, ist ein Vorteil. Und ein erfahrener Texter kann sich mit viel Recherche in wirklich jedes Thema einarbeiten.

Gerade bei erklärungsbedürftigen und technischen Themen dauert es eine Weile, bis sich ein externer, freier Texter eingearbeitet hat und mit der Stimme eines Experten – deiner Marke – sprechen kann.

Wie Albert Einstein sagte:

Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden.

Damit meine ich nicht tiefe, spezialisierte Fachkenntnisse; das wäre unrealistisch. Jedoch hilft es ungemein, wenn ein Content Writer den Markt kennt, für den er schreibt, wie die Zielgruppen ticken, welche Bedürfnisse sie haben und über welche Trends man sich gerade unterhält.

Natürlich musst du für Texter mit Erfahrung in speziellen B2B-Themen etwas mehr bezahlen. Dafür sparst du dir eine längere Anlaufzeit und viele Korrekturrunden.

4. Plane langfristig und ausreichend Budget ein

Womit wir beim Thema Geld sind. Lege ein realistisches Budget fest. Ein erfahrener Texter ist ein Spezialist und arbeitet nicht für den Mindestlohn. Für einen Blog-Artikel von mir kannst du zum Beispiel mit 400 EURO aufwärts rechnen: Briefing, Recherche, Text und Feinabstimmung brauchen Zeit!

Hier findest du meine Gedanken darüber, was ein B2B-Texter kosten darf.

Plane dein Budget so, dass du den Content Writer regelmäßig und über längere Zeit beauftragen kannst. Sowohl für dich als auch für den Texter bedeutet der Beginn einer Zusammenarbeit viel unbezahlten Aufwand, der sich für einen einzelnen Artikel schlicht nicht lohnt. Und Content-Marketing ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Ihr könnt feste Arbeitspakete zu Pauschalpreisen vereinbaren, ein monatliches Kontingent mit Vorauszahlung oder nach Bedarf Abrechnung nach Stunden …

Worauf immer du und dein Texter euch einigt: Seid euch sicher, dass es für beide Seiten passt und ihr beide mit den Konditionen leben könnt.

Ansonsten versuche, einen anderen Texter zu finden, der besser zu deinen Vorstellungen und in deinen Budgetrahmen passt.

Mir ist es sehr wichtig, dass wir lange vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das heißt nicht, dass du mich sofort auf längere Zeit beauftragen müsstest. Ich schreibe für jeden neuen Kunden einen einzelnen Blog-Artikel zum Test. Den bezahlst du regulär; danach entscheiden wir, ob und wie wir weitermachen.

5. Stimmt eure Arbeitsweisen ab

In größeren Unternehmen und Agenturen sind freie Texter oft in feste Prozesse eingebunden, müssen sich an feste Vorgaben halten und bestimmte Software benutzen. Dann ist es von Vorteil, wenn sie bereits in solchen Projekten gearbeitet haben und diese Arbeitsweise gewohnt sind.

Kleinere Unternehmen oder solche mit Start-up-Kultur legen bei der Zusammenarbeit mit Freelancern dagegen eher Wert auf unkomplizierte, unbürokratische Zusammenarbeit. 

Erstellst du für jeden Auftrag ein schriftliches Briefing mit allen wichtigen Informationen, und der Content Writer muss nur noch loslegen? Oder lieferst du lediglich Ideen und brauchst jemand, der sich selbstständig um alles Weitere kümmert? Hast du feste Abgabefristen oder kommt es für dich auf einige Tage hin oder her nicht an?

Wieder gilt: Alles kann, nichts muss. Kläre für dich selbst, was deine Erwartungen sind und dann beauftrage einen Texter, der zu dir passt.

6. Höre auf dein Bauchgefühl

Bis hierher habe ich mir so viel Mühe gegeben, die Anforderungen an einen passenden Freelance-Texter zu beschreiben, und dann das:

Am Ende musst du dich auf dein Bauchgefühl verlassen. 

Fakten hin, Kriterien her: Entweder die Chemie stimmt oder nicht. Entweder du bist zu 100 Prozent überzeugt, dass es passt, oder eben nicht.

Wie erwähnt, ein Texter soll mit deiner Stimme zu deinen Kunden sprechen; das formulieren, was du gerne sagen möchtest.

Selbst wenn du für ein großes Unternehmen arbeitest, ist die Entscheidung für oder gegen einen Texter eine sehr persönliche Sache.

Nimm dir deshalb genug Zeit, persönlich mit den Freelancern zu sprechen, die du in der engeren Auswahl hast.

Ein Termin vor Ort muss nicht unbedingt sein; ihr könnt telefonieren oder in einer Videokonferenz sprechen. Letzteres ist mein Favorit: Ich kenne gerne das Gesicht, mit dem ich arbeite.

Wo du freie Texter finden und beauftragen kannst

Vielleicht hast du es bemerkt:

Im Laufe dieses Artikels habe ich ÄUSSERST subtil Werbung für mich gemacht. Wenn du denkst, ich könnte der Richtige für dich sein, freue ich mich über deine Nachricht.

Falls du auf der Suche nach einem freien Content-Writer mit einem anderen Profil bist, könntest du hier fündig werden:

dasauge.de ist die wohl bekannteste Plattform für Jobs im Kreativ-Bereich. Eine Stellenanzeige kostet von 0 bis 499 Euro monatlich. Hier erreichst du auf jeden Fall eine Menge an erfahrenen Textern.

Auf Freelancer-Portalen kannst du dein Projekt anbieten und/oder direkt nach Textern suchen. Dort findest du durchaus gute Kandidaten, je nach Anbieter ist die Auswahl und Qualität an Texter mal besser, mal schlechter. Um Freelancer zu kontaktieren oder Projekte anzubieten, musst du bei den meisten Portalen bezahlen. Einige Portale sind:

In Business-Netzwerken wie XING und LinkedIn kannst du deine Texter-Ausschreibung in den Stellenbörsen veröffentlichen, allerdings sind die Preise dafür ziemlich happig.

Aussichtsreicher ist, in den Netzwerken direkt nach Freelancern suchen. Nutze die Suchfunktion mit Stichwörtern und Filtern, um passende Kandidaten zu finden und eine kleine Auswahl zu erstellen. Schicke ihnen eine nette, persönliche Nachricht. Oder poste deine Suche über deine Profile und in passenden Diskussionsgruppen.

Frage Geschäftspartner und andere Kontakte um Empfehlungen. Nicht zuletzt kannst du eine Stellenausschreibung auf deiner Karrierewebseite veröffentlichen.

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