Also dachte ich mir: Die Frage kommt sowieso jedes Mal, da kann ich gleich einen Blog-Artikel darüber schreiben …

Natürlich willst du wissen, was es dich kostet, bevor du mit mir oder einem anderen B2B Texter/Content Writer zusammenarbeitest. Oder du entwickelst gerade deine Content-Marketing-Strategie und brauchst Anhaltspunkte für die Budgetplanung.

Wir beide wissen, dass ich dir keine Zahl nennen kann. Aber einige Gedanken dazu, die dir bei der Kalkulation helfen und die nächste Verhandlungsrunde für dich und mich angenehmer machen.

Hier lernst du die 6 Schritte, wie du einen passenden B2B Content Writer findest.

Abrechnungsmodell: Nach Worten, nach Zeit, pauschal?

Im B2B solltest du nie rein nach Textmenge bezahlen, sprich pro Wort oder Seite. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Ich muss das so deutlich sagen: Texter, die sich darauf einlassen, kann ich nicht ernst nehmen.

Damit setzt du die komplett falschen Anreize. Würdest du einen Express-Kurierdienst pro Minute bezahlen und trotzdem hoffen, dass er sich beeilt?

Natürlich gibst du für jeden Text grob vor, wie lange er werden soll, und der Texter wird das in seiner Kalkulation berücksichtigen. Die pure Länge des Textes sagt jedoch nichts über die Qualität und noch weniger über den Arbeitsaufwand aus. Ganz im Gegenteil:

Lieber Freund, entschuldige meinen langen Brief, für einen kurzen hatte ich keine Zeit.

Blaise Pascal

Kurze, prägnante Texte zu schreiben ist deutlich aufwendiger als lange, aufgeblähte. Wenn ich meine Texte überarbeite, streiche ich eine ganze Menge: Unnötige Aussagen, ablenkende Nebengedanken, Füllwörter und so weiter. Würde ich per Wort bezahlt, würde ich diese Arbeit nicht nur umsonst machen, sondern dadurch sogar mein Honorar senken.

Der Texter, der behauptet, er würde sich dadurch nicht beeinflussen lassen, lügt. Punkt.

Ganz davon abgesehen bezahlst du einen erfahrenen B2B-Texter nicht dafür, dass er dir einen Text liefert. Sondern dafür, dass er sich in ein Thema einarbeitet und es verstehen lernt, dass er deinen Markt und dein Zielpublikum versteht und deine Botschaften so übermittelt, dass du dein Ziel erreichst. (Mehr zum Thema Ziele später.)

Du bezahlst für seine Erfahrung und Expertise, die dir ersparen, dass du ihm stundenlang dein Fachgebiet erklären und zig Korrekturrunden drehen musst und nachher einen trivialen Text hast, den deine Zielgruppe bestenfalls ignoriert.

Wenn du mit einem B2B-Texter arbeiten möchtest, der dich wirklich weiterbringt, bezahle ihn nach Aufwand – pro Stunde oder Tag – oder lass dir von ihm auf Basis eines detaillierten Briefings einen Pauschalpreis kalkulieren.

Ich kalkuliere für meine Kunden nur Pauschalpreise. So können wir beide planen, es gibt keine Diskussionen und wir können uns voll auf die Inhalte konzentrieren.

Mindestpreis: Und was kostet das jetzt?

Greifen wir einen Blog-Artikel als Beispiel heraus.

Mit welchem Stundensatz muss ein qualifizierter Freelancer kalkulieren? Wenn er ernsthaft von seiner Arbeit leben will, liegt der Mindeststundensatz bei circa 60 Euro

Je nachdem, wie viel Erfahrung und Spezialkenntnisse der Texter hat, rechne mit einem kleinen oder großen Aufschlag.

Jetzt überlege dir, wie lange der Texter für Briefing, Recherche, Schreiben, Überarbeiten und Korrekturrunden braucht, zumal bei einem mittel- bis hochkomplexen Thema. Unter einem halben Tag geht da selten was!

Verstehst du, warum du für 150 Euro keinen guten B2B-Blog-Artikel bekommst? Da Kunden gerne eine Zahl hören möchten, ist „ab 300 Euro aufwärts” für Blog-Artikel meine pauschale Aussage zur Orientierung. Mehr sage ich erst, wenn ich ein ausführliches Briefing habe, mit dem ich kalkulieren kann.

(Natürlich spielt das Thema eine Rolle: Ein Artikel über Enterprise Software ist ein anderes Kaliber als einer über Druckerpapier. Für letzteren brauchst du keinen spezialisierten B2B-Texter, selbst wenn du an gewerbliche Kunden verkaufst.)

Preisnachlass: Geht das nicht billiger?

Kurze Antwort: Nein.

Wenn ich dir einfach so einen Preisnachlass geben würde, würde ich damit folgendes aussagen: entweder habe ich in meine Preise irgendwelche Fantasie-Margen einkalkuliert, auf die ich locker verzichten kann, oder ich überschätze mich und bin das Geld nicht wert, das ich verlange.

Ich bin ein Experte. Die Zeit, in der ich für meine Kunden arbeiten kann, ist begrenzt und wertvoll. Wenn du mich buchst, gebe ich 120 Prozent für dich – und ich kann in dieser Zeit keinen anderen Auftrag erledigen.

Natürlich hast du deine Budgets und fragen kostet nichts. Ich erkläre dir gerne, für was du bezahlst und warum deine Investition gut angelegt ist – aber meine Preise sind fix. Dasselbe empfehle ich allen anderen Textern.

Wenn du mit mir über meine Preise verhandeln möchtest, musst du mir ebenso entgegenkommen. Liefere mir sehr ausführliche, detaillierte Briefings oder übernimm Teile des Arbeitsprozesses selbst. Wenn du mir Zeit ersparst, berücksichtige ich das in meinen Preisen.

Beauftrage mich regelmäßig und längerfristig und gib mir dadurch Planungssicherheit. Außerdem muss ich dann weniger Neukunden akquirieren und kann mich auf meine Projekte konzentrieren – ein Traum für jeden Freelancer! Genau für diesen Zweck habe ich Pauschalpakete geschnürt, mit denen du Content für einen ganzen Monat zum äußerst fairen Fixpreis bekommst.

Probeauftrag: Bin ich mein Geld wirklich wert?

Keiner meiner Kunden muss sich langfristig vertraglich an mich binden: schließlich ist Flexibilität einer der Gründe, warum sie mit mir als Freelancer arbeiten. Außerdem sollen sie nur mit mir arbeiten, wenn sie von meiner Arbeit überzeugt und begeistert sind.

Trotzdem vereinbare ich mit jedem neuen Kunden zuerst einen Probeauftrag, meistens ein Blog-Artikel. Diesen bezahlt der Kunde regulär – und kann dann konkret entscheiden, ob er mit mir weitermachen möchte. 

Viel zu teuer: Das steckt meist dahinter

Natürlich hat jedes Unternehmen andere finanzielle Möglichkeiten und muss mit seinen Budgets auskommen. Ein Start-up kann nicht das Gleiche zahlen wie ein Weltkonzern. Und es gibt im B2B-Sektor Unternehmen, die große Mengen einfacherer Texte benötigen und dafür günstige Preise bezahlen wollen: Die meine ich nicht. 

Jedoch habe ich festgestellt, dass Interessenten, die mich grundsätzlich zu teuer finden, meist eines gemeinsam haben:

Sie folgen keiner Content-Marketing-Strategie, haben keine Ziele definiert und kein System zur Erfolgsmessung. 

Sie haben einen Plan, in dem steht: ‘Vier Blog-Artikel pro Monat, für die Keywords A, B, c, D. Die dürfen soundso viel kosten.’ Sie sehen nur die Kosten, nur die Budgets. Womöglich rechnen sie die Kosten noch auf die Textmenge um: siehe oben.

Wenn ich keine Vorstellung habe, welche Ziele ich mit meinen Content-Marketing-Maßnahmen erreichen will: wie kann ich einschätzen, wie viel ich dafür investieren sollte? Was günstig und was teuer ist?

Manche Interessenten wollen mit mir über 100 Euro diskutieren. Ganz ehrlich: wenn jemand nicht überzeugt ist, dass ich ihm helfen kann, ein paar hundert Euro mehr Umsatz pro Monat zu erzielen, dann sollte er mich besser überhaupt nicht beauftragen.

Die Zeit für solche Diskussionen nutze ich lieber, um großartige Inhalte für meine Kunden zu schaffen. Deshalb schätze ich die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die meine Arbeit als Investition sehen. Diese Unternehmen sind im Content-Marketing erfolgreich!

Letzte Worte

Die Menge an Textern auf dem Markt oder solchen, die sich Texter nennen, die für Kleingeld jeden Auftrag annehmen, täuscht über die Realität hinweg. Wirklich gute Texter sind rar und meist ausgelastet, im B2B allemal. 

Es gibt ein einfaches Erfolgsrezept, um professionelle B2B-Texter zu finden und langfristig erfolgreich mit ihnen zu arbeiten: 

Zahle anständige Honorare!

Ansonsten gilt:

Wer nur Peanuts zahlt, muss mit Affen arbeiten.

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