Wenn du mich als Content Writer für deinen B2B-Blog beauftragst, kannst selbst einiges dazu beitragen, dass am Ende der Artikel herauskommt, den du dir vorgestellt hast – oder ein noch besserer!

Ein aussagekräftiges Kunden-Briefing ist die Voraussetzung, damit ein Blog-Artikel dich wirklich deinen Zielen näher bringt und nicht nur „noch ein Text“ ist.

Durch ein schriftliches Briefing beugst du Missverständnissen vor und vermeidest unnötige Arbeit durch zusätzliche Änderungsschleifen.

Einige Kunden liefern mir jeweils ein Briefing in einer Vorlage, die wir abgestimmt haben. Mit anderen Kunden kläre ich alle Vorgaben telefonisch ab und erstelle daraus selbst ein Briefing, das der Kunde per E-Mail bestätigt.

Ein gutes Texter-Briefing ist pragmatisch: Es enthält alle wichtigen Informationen – aber nicht mehr. Du kannst es innerhalb von fünf Minuten ausfüllen, wenn du bereits weißt, was du willst.

Wenn du keine eigene Vorlage für ein Briefing hast, verwende das folgende Muster. Hier kannst du dir mein pragmatisches Briefing-Dokument als PDF herunterladen.

Meine pragmatische Briefing-Vorlage

Briefing zu Beginn der Zusammenarbeit

Diese Informationen lieferst du nur einmal zu Beginn, da sie sich auf dein Unternehmen insgesamt beziehen und über längere Zeit gleich bleiben:

A. Unternehmen

Beschreibe dein Unternehmen: Wer ihr seid, was ihr tut, was eure Motivation ist, wer eure Kunden sind, welche Produkte und Dienstleistungen ihr euren Kunden anbietet, was euch von Wettbewerbern unterscheidet.

Zahlen und Fakten sind wichtig, jedoch auch die „Persönlichkeit“ deines Unternehmens.

B. Zielgruppen und Personas

An wen richtet sich dein Blog? Beschreibe die Zielgruppe(n) möglichst konkret. Arbeite am besten mit Käufer-Personas. (Mehr Information zu Personas im Marketing)

C. Sprache und Tonalität

Welchen Ton, welche Anrede (Du/Sie) oder Ausdrucksweise bevorzugt deine Zielgruppe? Welche Begriffe und Fachausdrücke sollen in welcher Form verwendet oder nicht verwendet werden?

Idealerweise hast du einen Tonality Guide oder Brand Voice Styleguide entwickelt, den du dem Blogger geben kannst.

Briefing für einen einzelnen Blog-Artikel

Folgende Informationen musst du für jeden einzelnen Blog-Artikel liefern:

1. Arbeitstitel

Ein vorläufiger Titel für deinen geplanten Artikel; er gibt die Richtung vor und macht unsere Kommunikation einfacher.

2. Circa Umfang des Artikels

Gib grob das Minimum/Maximum an Wörtern vor: nicht unbedingt als feste Grenzen, sondern damit ich eine Vorstellung bekomme, wie umfangreich der Artikel werden soll.

3. SEO-Keywords

Soll der Blog-Artikel auf ein bestimmtes SEO-Keyword optimiert werden? Nenne das Haupt-Keyword und eventuelle sekundäre Keywords.

4. Persona

An welche deiner Personas (oder Zielgruppen) soll sich der Artikel richten?

5. Lead Stage (Customer Journey Phase)

Für welche Phase im Sales Funnel ist der Artikel hauptsächlich vorgesehen?

  • TOFU: Top of the Funnel; frühe Phase
  • MOFU: Middle of the Funnel; mittlere Phase
  • BOFU: Bottom of the Funnel; späte Phase

Alternativ kannst du eine Phase aus dem Customer-Journey-Modell angeben:

  • Aufmerksamkeit: Der Leser stöbert im Netz oder informiert sich allgemein über ein Thema.
  • Recherche: Der Leser sucht spezielle Informationen zu einem Thema und eventuell schon nach passenden Produkten oder Dienstleistungen.
  • Entscheidung/Kauf: Der Leser sucht Informationen, um eine Produktauswahl und die endgültige Kaufentscheidung zu treffen.
  • Nach dem Kauf: Der Leser sucht nach Tipps, wie er das Produkt noch besser nutzen kann oder was er bei Problemen tun kann.

6. Inhaltsangabe, Hauptpunkte

Worum soll sich der Artikel drehen? Was sind die Hauptpunkte? Beschreibe den Inhalt in Stichworten.

7. Zielsetzung

Welches Ziel verfolgst du mit dem Artikel? Welches Ziel soll der Leser durch den Blog-Artikel erreichen?

Kannst du nicht beide Fragen eindeutig beantworten, überarbeite das Konzept für den Artikel.

8. Call-to-action

Was soll ein Leser konkret unternehmen, nachdem er den Artikel gelesen hat?

Nenne Links, die in den Text eingebaut werden sollen, oder welche interaktiven Elemente wie Buttons oder Anmeldeformulare du später in den Text einbauen wirst.

9. Recherchequellen

Verlinke Inhalte deiner oder anderer Webseiten oder Dokumente, in denen ich recherchieren soll.

10. Sonstige Informationen und Vorgaben

Gibt es noch etwas, was du mir sagen möchtest? Muss ich mich an irgendwelche zusätzlichen Vorgaben halten?

Hier hast du die Möglichkeit, alles loszuwerden. Bedenke: Was nicht im Briefing enthalten ist, kannst du später nicht reklamieren. Änderungen in der Korrekturschleife aufgrund nachträglicher Vorgaben berechne ich extra.

11. Gewünschtes Lieferdatum

Wann benötigst du den Entwurf und die finale Fassung des Textes? Bitte beachte, dass ein Liefertermin erst dann verbindlich ist, wenn ich ihn ausdrücklich bestätigt habe.

Stellst du fest, dass dir einige Informationen für das Briefing fehlen und du über manche Fragen noch gar nicht nachgedacht hast? Perfekt! Dann hat dir meine Briefing-Vorlage sogar geholfen, wichtige Grundlagen einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie zu verstehen.

Falls du Fragen hast oder mich gleich mit einem Blog-Artikel beauftragen möchtest, schreib mir eine Nachricht.

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Marcel Schreyer
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