Artikel der Kategorie philosophisch

Wissen ist keine Macht mehr, also verschenkt es!

Vor ein paar Tagen hat sich Leander Wattig in seinem Blog mit der Frage beschäftigt, ob es clever ist, Wissen einfach so (übers Internet) zu verschenken. Besonders in Europa sei die Ansicht noch weit verbreitet, dass Wissen Macht ist und dass man diese verliert, wenn man sein Wissen teilt. Weiterlesen

You can say you to me?

Gerade gibt es in der Xing-Gruppe “Twitter-Marketing” eine interessante Diskussion darüber, ob man als Business-Twitterer seine Follower siezen oder duzen sollte. Wie sich zeigt weiß das niemand so wirklich, auch ich habe mit dieser Frage meine Probleme. Einerseits klingt das “Sie” in der lockeren Web-Gemeinde irgendwie komisch, andererseits wird im deutschen Geschäftsalltag fast überall gesiezt.

Ich entscheide das immer von Fall zu Fall, tendiere aber (zumindest bei älteren Personen) eher zum “Sie”. Mir selbst ist das zwar nicht wichtig und so lange man nur miteinander twittert spielt das eh keine große Rolle. Schwieriger wirds nur dann, wenn man später persönlich in Kontakt kommt und sich evtl. eine Geschäftsbeziehung ergibt.

Leider führt diese Zwickmühle auch oft dazu, dass man mit Passivsätzen und anderen Konstruktionen krampfhaft die direkte Anrede umgeht.  Dem Texter ist das ein Graus. Bei solchen Problemen wünsche ich mir oft die englische Sprache, da könnten alle you zu mir sagen. Schön wäre zumindest, wenn das “Sie” mit dem Vornamen akzeptiert wäre und man sich das allzu förmliche Herr/Frau Sowieso sparen könnte. Aber es ist halt so wie es ist und vielleicht tut sich ja auch bei uns in den nächsten Jahren was in der Hinsicht.

Übrigens, falls Sie mir noch nicht folgen: twitter.com/marcelschreyer

Kümmert euch lieber um mich als um Opel!

Dieser Tage kommt es ständig in den Nachrichten, alle sind schockiert und alle suchen die Schuldigen: Bei Opel werden Deutschland bis zu 5.600 Stellen abgebaut. Für die einzelnen ist das schlimm, natürlich. Ich wünsche niemandem die Arbeitslosigkeit. Trotzdem muss die Frage erlaubt sein: Sind 5.600 Stellen bei insgesamt 3,3 Mio. Arbeitslosen wirklich den Aufruhr wert?!

Jenseits den Medienberichten über geplagte Konzerne sieht es doch so aus, dass tausende Klein- und Kleinstunternehmen auch momentan zigtausende Stellen schaffen. Nicht nur im Dienstleistungsbereich, auch in Hightech- und anderen Zukunfsbranchen. Das sind Branchen, in denen wir keine Konkurrenz aus Fernost fürchten müssen.  Hier könnte man durch ein wenig bürokratische Erleichterung wesentlich mehr Arbeitsplätze schaffen als durch viele Milliarden Euro an Subventionen, die in überholte Strukturen gesteckt werden.

Also, liebe Politiker und Lobbyisten: Investiert in die Zukunft, kümmert euch lieber um mich als um Opel! ;-)

Arnie´s Erfolgsgeheimnis

The Gouvernator himself, Arnold Schwarzenegger, hat uns sein Erfolgsgeheimnis verraten:

“Ich habe gelernt, dass man sich in einem Bereich etablieren muss, in dem sich kein anderer befindet. Dann musst du eine Nachfrage nach dir erzeugen und dich aufbauen. Während die Konkurrenz weitermacht wie bisher, musst du langsam und ohne dass sie es bemerken, deine eigene kleine Festung bauen. Und plötzlich ist es für sie zu spät zum Eingreifen. Und sie müssen zu dir kommen, denn du hast, was sie wollen.”

Na gut, verraten hat er das schon 1977 in einem Interview. Aber die Strategie ist heute aktueller denn je. Das Web sprengt bisherige Grenzen und ermöglicht ganz neue Geschäftsmodelle. Trotzdem machen die meisten das, was alle anderen machen. Deshalb: Das Zitat nochmal durchlesen und intensiv darüber nachdenken. Das mache ich jetzt auch.

via Leander Wattig

Was, bitteschön, ist denn Free Economy?

Am Wochenende habe ich im Netz eine ältere Sendung der Talkshow “Unter den Linden” angesehen mit dem Titel “Unter Piraten – Wem gehört das geistige Eigentum?”. Es waren Dirk Hillbrecht, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland und Prof. Rupert Scholz, Staatsrechtler und ehem. CDU-Bundesminister zu Gast. Eines der Gesprächsthemen war, wie der Sendungstitel sagt, die Forderung der Piratenpartei nach einer Reformierung des Urheberrechts. Genauer: Die Piraten fordern, dass die seit langem festgeschriebenen Verwertungsmodelle von geistigen Schöpfungen an die heutigen technischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Information und Kunst sind heute keine knappen Güter mehr und können zu gegen Null tendierenden Kosten über das Internet weltweit verbreitet werden. Weiterlesen