Artikel der Kategorie philosophisch, social media

You can say you to me?

Gerade gibt es in der Xing-Gruppe “Twitter-Marketing” eine interessante Diskussion darüber, ob man als Business-Twitterer seine Follower siezen oder duzen sollte. Wie sich zeigt weiß das niemand so wirklich, auch ich habe mit dieser Frage meine Probleme. Einerseits klingt das “Sie” in der lockeren Web-Gemeinde irgendwie komisch, andererseits wird im deutschen Geschäftsalltag fast überall gesiezt.

Ich entscheide das immer von Fall zu Fall, tendiere aber (zumindest bei älteren Personen) eher zum “Sie”. Mir selbst ist das zwar nicht wichtig und so lange man nur miteinander twittert spielt das eh keine große Rolle. Schwieriger wirds nur dann, wenn man später persönlich in Kontakt kommt und sich evtl. eine Geschäftsbeziehung ergibt.

Leider führt diese Zwickmühle auch oft dazu, dass man mit Passivsätzen und anderen Konstruktionen krampfhaft die direkte Anrede umgeht.  Dem Texter ist das ein Graus. Bei solchen Problemen wünsche ich mir oft die englische Sprache, da könnten alle you zu mir sagen. Schön wäre zumindest, wenn das “Sie” mit dem Vornamen akzeptiert wäre und man sich das allzu förmliche Herr/Frau Sowieso sparen könnte. Aber es ist halt so wie es ist und vielleicht tut sich ja auch bei uns in den nächsten Jahren was in der Hinsicht.

Übrigens, falls Sie mir noch nicht folgen: twitter.com/marcelschreyer

So smart #1: Die Echtzeit-Landkarte Wikitude

Smartphones sind Spielereien, die kein Mensch braucht? Stimmt nicht. Nicht mehr. Mittlerweile gibt es ernst zu nehmende Anwendungen, mit denen Smartphones ihre Stärken ausspielen können. In der Serie “So smart” stelle ich in lockerer Reihenfolge solche Anwendungen vor.

Sicher kennen Sie das. Sie stehen mit dem Stadtführer in der Hand auf einem großen Platz und versuchen, die Beschreibungen aus dem Buch den Gebäuden zuzuordnen. Oder Sie machen eine Wanderung und studieren alle 300 Meter die Karte. Oder Sie stehen auf einen hohen Aussichtspunkt und wüssten gerne, was Sie da alles vor sich sehen. Für diese Probleme gibt es jetzt Abhilfe: Wikitude.

Im Wikitude World Browser werden Punkte in der realen Landschaft markiert (mittels Koordinaten) und textlich beschrieben. Wenn Sie nun irgendwo stehen aktivieren Sie Wikitude und die Kamera Ihres Smartphones und “filmen” die Umgebung. Sie sehen nun das reale Kamerabild. Befindet sich ein markierter Punkt in Ihrem Bild, wird dort der Name und die Beschreibung angezeigt. Eine Echtzeit-Landkarte sozusagen. Dieses Konzept nennt sich “Geo-Tagging”. Und so siehts aus:

Natürlich gibts zur Anwendung auch die Community, Wikitude.me. Dort können Sie nach Orten suchen und sich alle erfassten Punkte auf der Landkarte anzeigen lassen. Genau richtig für Entdecker! Leider gibt es aktuell nur in und um Salzburg viele Punkte, weil dort die Entwickler herkommen.

Wikitude läuft auf iPhone und Android; ich wünsche mir natürlich ganz schnell auch die Version für dem Palm pre.

Wie findet ihr sowas? Wer von euch hat Wikitude schon ausprobiert?

Kümmert euch lieber um mich als um Opel!

Dieser Tage kommt es ständig in den Nachrichten, alle sind schockiert und alle suchen die Schuldigen: Bei Opel werden Deutschland bis zu 5.600 Stellen abgebaut. Für die einzelnen ist das schlimm, natürlich. Ich wünsche niemandem die Arbeitslosigkeit. Trotzdem muss die Frage erlaubt sein: Sind 5.600 Stellen bei insgesamt 3,3 Mio. Arbeitslosen wirklich den Aufruhr wert?!

Jenseits den Medienberichten über geplagte Konzerne sieht es doch so aus, dass tausende Klein- und Kleinstunternehmen auch momentan zigtausende Stellen schaffen. Nicht nur im Dienstleistungsbereich, auch in Hightech- und anderen Zukunfsbranchen. Das sind Branchen, in denen wir keine Konkurrenz aus Fernost fürchten müssen.  Hier könnte man durch ein wenig bürokratische Erleichterung wesentlich mehr Arbeitsplätze schaffen als durch viele Milliarden Euro an Subventionen, die in überholte Strukturen gesteckt werden.

Also, liebe Politiker und Lobbyisten: Investiert in die Zukunft, kümmert euch lieber um mich als um Opel! ;-)

Google wird (zu) bunt

Neben den Adwords Textanzeigen will Google in Zukunft auch Bilder und Videos als Werbeformate zulassen. In den USA werden die Formate bereits getestet. Außerdem können auch in den Suchergebnissen direkt weitere Inhalte platziert werden, bspw. Produktbilder, Preisvergleiche oder Filmtrailer.

Ich persönlich finde das wenig erstrebenswert. Ich habe kein Interesse daran, dass die schön schlichte Google-Suchmaske mir in Zukunft viel zu bunt wird. Außerdem entwickelt sich Google dadurch immer mehr zum Wettbewerber der Seiten, die es eigentlich finden sollte. Google will die Besucher länger auf den eigenen Seiten halten statt auf die Suchergebnisse weiterzuleiten.

Dass Google seine Suchfunktion hauptsächlich für die Werbetreibenden weiterentwickelt ist aus wirtschaftlicher Sicht verständlich. Als User bzw. SEO mag ich diese Entwicklung nicht. Es wäre schön, wenn es auch wieder mal nennenswerte Alternativen zu Google gäbe – am besten mit revolutionären, neuen Suchkonzepten.

Lohnt sich ein Besuch oder Stand auf der Messe komma?

Wer war von euch als Besucher oder gar Aussteller schon auf der “komma – Fachmesse für Kommunikation und Marketing” in München? Ist die Messe für Online-Agenturen interessant? Wie ist das Publikum dort? Würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen.

So funktioniert Google wirklich!

Endlich wurde der Suchalgorithmus von Google entschlüsselt. Der Blick hinter die Kulissen: http://www.insideyoursearch.com

Kreative Linkbait-Taktiken

Wie bekomme ich Links auf meine Webseite, meinen Blog oder Shop? Das ist die Frage schlechthin, die die Online-Welt umtreibt. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden: Ich setze die Links selbst oder lasse sie andere setzen. Erstere ist aufwändig und teuer, zweitere braucht mehr Kreativität. Da kommt der Linkbait ins Spiel, das heißt der Link-Köder. Was ist das? Nun, Links ködert man dadurch, dass man Inhalte veröffentlicht, die andere User geradezu provozieren, darauf zu verlinken. Hier ist nun Ideenreichtum gefragt.

Das kostenlose E-Book Linkbait in Action der Agentur Bloofusion zeigt viele Strategien für euren Linkbait. Darunter sind Vorschläge wie jemanden interviewen, über eine Abmahnung berichten, Hitlisten erstellen oder eine Initiative starten. Ladet euch das E-Book runter, eine der vielen Ideen ist sicher auch für euch geeignet.

Ich will andere Öffnungszeiten!

Ich kaufe fast nur noch online ein. Doch in einigen Bereichen schätze ich den Fachhandel sehr; so habe ich mir erst gestern wieder vom Computerhändler meines Vertrauens einen Büro-PC zusammenstellen lassen. Der weiß mittlerweile was ich brauche und ich muss mich nicht durch seitenlange Listen mit kryptischen Technik-Spezifikationen lesen. Außerdem kann ich ihn jederzeit bei Problemen persönlich ansprechen. Das ist mir den Aufpreis zum Online-Shop wert.

Nun habe ich das Glück, dass ich selbständig bin und mein Büro zwei Gehminuten von der Waiblingen Innenstadt entfernt ist. Ich kann mir für solche Besorgungen tagsüber selbst frei geben. Doch alles, wofür ich weiter fahren müsste mache ich online oder lasse es ganz. So. Und wie machen das wohl die ganzen Berufstätigen, die von 8 bis 8 außer Haus sind und Samstags auch mal Ihre Ruhe wollen?!

Die Einzelhändler bei uns in Waiblingen machen wochentags meist zwischen 18 und 19 Uhr dicht, Samstags gegen 13 oder 14 Uhr. Warum nutzen eigentlich die ganzen kleinen Händler, die sich doch immer beklagen, nicht die freigegebenen Ladenschlusszeiten aus?

Ich will ja gar nicht prinzipiell längere Öffnungszeiten, sondern andere. Ich will zumindest ein oder zweimal pro Woche die Möglichkeit, nach Feierabend noch gemütlich einkaufen zu gehen. Ein Supermarkt hat immer bis 22 Uhr offen; da gehe ich regelmäßig hin und viele andere tun das auch. Gerade abends hätte ich Zeit,  mich auch im Fachhandel bei größeren Anschaffungen beraten zu lassen oder mal zu bummeln. Gerne würde ich die Händler und damit eine lebendige Innenstadt unterstützen – doch leider haben die keine Zeit wenn ich Zeit hätte. Dann shoppe ich halt wieder online…

Wie haltet ihr das?

Warum meiden Banken das Web 2.0?

Der Social Media Preview Blog schrieb bereits letztes Jahr über die Entwicklungen im Bankensektor:
Allein in den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der Online-Bankkunden an der deutschen Gesamtbevölkerung von 23 auf 36 Prozent gewachsen. Wohin der Trend in Zukunft geht, zeigt deutlich Südkorea: Dort gibt es 42 Millionen Online-Bankkunden – bei 49 Millionen Einwohnern.

Der Blog I love Web 2.0 hat sich auf Ursachenforschung begeben und nach lobenswerten Ausnahmen gesucht. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Wenn man sich aber die Großzahl der Banken anschaut, so ist die Website und auch die Werbemaßnahmen dem “Trend” noch nicht angepasst. Viele Websites sind auch optisch nicht mehr zeitgemäß und “verstecken” sich hinter alten Navigationsstrukturen. Die Zielgruppenansprache findet bei vielen Banken nur über die herkömmlichen Wege statt, meistens in Form von Newslettermailings und Neuigkeiten auf der Website.

Gerade Banken hätten doch eine Mende verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Über die Social Media könnten sie mal richtig offen und transparent kommunizieren und in den Dialog mit ihren Kunden treten. Wollen oder können die das nicht? Haben die zu viel Angst vor der Meinung der Menschen?

Ein paar Pirouetten zu viel

“Expect the unexpected” ist der Slogan für den Samsung Mobile Explorer. Damit bist du also für die größten Überraschungen des Lebens gewappnet. Wie zum Beispiel diese hier beim Aufwärmtraining von zwei Eiskunstläuferinnen :-)

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